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Eine vergessene Geschichte — Wie Swarowskis Modeschmuck die Welt bezauberte

Am 24. Oktober 1862 wurde ein Junge in der Künstlerstadt Georgenthal geboren. Er war berufen einer der bedeutendsten Juweliere aller Zeiten zu werden, beziehungsweise der Meister des Modeschmucks. Sein Name war Daniel. Seit seiner Kindheit hat Daniel seinen Vater, einen Glasschleifer, bei der Arbeit beobachtet. Böhmisches Glas wurde schon immer sehr geschätzt. Aus diesem Grund besaß fast jede Familie Werkzeuge, um es zu bearbeiten.

Als Swarowski erwachsen wurde, zog er los, um die Welt zu sehen. Er ging nach Paris und studierte Ingenieurwesen. Er lernte Chemie, Physik, Mechanik und weitere Fächer. Im Jahr 1883 nahm er an der Elektrik Weltausstellung teil. Hier erkannte der junge Mann, was die größte Leistung seiner Zeit sein würde. Er stellte fest, dass es großartig wäre, Glas mit elektrischem Strom zu bearbeiten. Aus dieser Idee entstand die Swarowski Schleifmaschine. Allerdings dauerte es 8 Jahre, bis Swarowski seine Idee in die Tat umsetzen konnte.

Robert Przybysz / Shutterstock.com

Mit der neuen Maschine konnte er Kristalle in großen Mengen bearbeiten und trotzdem litt die Qualität der Arbeit nicht ein kleines bisschen darunter. In Paris lernte Daniel seine zukünftige Frau kennen. Dort machte er auch sein Geschäft auf. Ursprünglich machte er nur namenlosen Schmuck auf Bestellung. Er fand es unfair mit seiner brillanten Erfindung mit den böhmischen Künstlern zu konkurrieren.

Das Geschäft lief gut. Die Swarowski Steine unterschieden sich nicht von echten Diamanten, kosteten allerdings nur ein Zehntel davon. Den Kunden war das also egal. Man muss zugeben, dass Daniel Swarowski nicht nur eine revolutionäre Technik erfunden hat, um Glas zu schleifen und zu es polieren, sondern auch, dass er einen Schalter in den Köpfen der Menschen umgelegt hat. Natürlich war die Idee künstliche Diamanten herzustellen im Großen und Ganzen nichts Neues. Im XVIII Jahrhundert gab es einen Kunsthandwerker namens Georges Frederick Strass. Er war bekannt dafür ausgezeichnete Schmuck-Fälschungen zu machen. Jedoch wurde Strass dafür geächtet, während Swarowski nicht verschwieg, dass seine “Diamanten” unecht waren. Vielmehr machte er dies zu seiner eigenen Trumpfkarte.

Lazar Urosevic / Shutterstock.com

Österreichische Modefreaks liebten die Steinkreationen des talentierten Meisters Swarowski (später gab er seinen Namen der Manufaktur und gründete eine Marke). Außerdem waren die Steine sehr beliebt in Paris und St. Petersburg. Er hatte riesigen Erfolg! Als sich seine Klientel nicht mehr nur auf den Adel beschränkte, kamen die Bestellungen eine nach der anderen hinein. Andere Kunsthandwerker versuchten die Arbeit des tschechischen Juweliers nachzuahmen, jedoch ohne Erfolg. Heute glaubt die Welt, dass das Geheimnis der Swarovski Steine in ihrem besonderen Schliff verborgen ist, während das Geheimnis in der speziellen Rezeptur für das Kochen von Glas liegt.

Im Zwanzigsten Jahrhundert zeigten Marlene Dietrich und Coco Chanel, Michael Jackson und Bryan Ferry, Christian Dior und Yves Saint Laurent ihre Liebe zum imitierten Schmuck, ohne sich dafür zu schämen. Heute gibt es keine Konkurrenz für die Marke Swarowski. Die hübschen Schmuckstücke zieren beides, die Hand eines einfachen Lehrers und den Hals eines Filmstars.

gettyimages

Dieser Mann hat es geschafft, die Welt davon zu überzeugen, dass die Gestaltung des Schmucks wichtiger ist, als seine Zusammensetzung. Er hat bewiesen, dass nicht alles was glänzt, zwingend Gold sein muss. Es mag sein, dass manche Leute sagen, Swarowski Steine seien billig und gefälscht, aber Gewinner werden nie beurteilt!

Quelle: Brandhistory

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