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15 Gründe, wieso ein Schwangerschaftstest zu einem falsch positiven Resultat führen kann und Methoden, um dies zu vermeiden

Schwangerschaftstests für Zuhause, die man praktisch aus jeder Apotheke bekommt, sind ziemlich verlässlich. Tatsächlich können die meisten von ihnen eine Schwangerschaft zu 97% korrekt vorhersagen, die meisten sogar ab dem ersten Tag nach der Menstruation. Diese Schwangerschaftstests arbeiten so, dass sie herausfinden können, ob sich Schwangerschaftshormone (humanes Choriongonadotropin) im Urin befindet.

Aber wie bei allem anderen auch, können einige medizinische oder umweltbedingte Umstände das Ergebnis verändern und zu einem “falsch positiven” Ergebnis führen. Die meisten davon sind folgende:

1. Erkrankungen der Eierstöcke wie PCOD oder PCOS.

Bei einer polyzystischen Ovar-Erkrankung entwickeln sich Zysten an den Eierstöcken. Diese Zysten bestehen aus strukturlosem Gewebe, die die Funktion der Eierstöcke einschränken. Diese Eierstock-Zysten können ebenfalls hCG produzieren, auch wenn keine Schwangerschaft besteht. Das Hormon wird im Urin festgestellt und kann bei einem Schwangerschaftstest zu einem falsch positiven Ergebnis führen.

2. Medikamente.

Hormon-Ersatz-Medikamente wie hCG-Spritzen können ebenfalls zu einem falsch positiven Schwangerschaftstestergebnis führen. Entzündungshemmende Medikamente geben dem Urin eine bestimmte Farbe, was bei einem Schwangerschaftstest zu einem falsch positiven Ergebnis führen kann. Ein ähnlicher Fall besteht bei Rifampin, einem Medikament, das zur Behandlung von Tuberkulose eingesetzt wird sowie bei einigen Medikamenten gegen Parkinson. Sulfasalazin und Phenazopyridin können ebenfalls zu einem falsch positiven Ergebnis führen. Andere Medikamente können die körpereigene Produktion von hCG ankurbeln: Antidepressiva und Antihistaminika, Freizeitdrogen und Narkotika sowie Diuretika.

3. Chemische Schwangerschaften.

Eine chemische Schwangerschaft ist eine Erkrankung, die auftritt, wenn eine Schwangerschaft nicht von Dauer ist. Dies ist der Fall bei ektopischen Schwangerschaften (wenn sich der Embryo außerhalb der Gebärmutter einnistet). In solchen Fällen produziert der Körper hCG, aber es erfolgt ein spontaner Abort. Ca. 25% der unfreiwilligen Schwangerschaftsabbrüche werden nicht entdeckt und werden mit einer starken Menstruation verwechselt.

4. Nahrungsmittel.

Künstliche oder natürliche Lebensmittelfarben können ebenfalls zu einem falsch positiven Schwangerschaftsergebnis führen. Wenn du Kurkuma oder Rote Beete, Erdbeeren oder Rhabarber isst, dann kannst du ebenfalls einen falsch positiven Schwangerschaftstest erhalten. Trinke viel Wasser und uriniere mindestens 3 Mal, bevor du den Schwangerschaftstest machst, um ein falsch positives Ergebnis zu vermeiden. Die Teststreifen haben dann eine pinke Farbe und zeigen dann ein positives Ergebnis.

5. Falsche Verwendung des Schwangerschaftstests.

Wenn man das Ergebnis später abliest, als auf der Packung angegeben ist, wenn man einen abgelaufenen Schwangerschaftstest verwendet oder wenn man den Schwangerschaftstest auf eine andere Art und Weise falsch verwendet, dann kann dies ebenfalls zu einem falsch positiven Ergebnis führen.

6. Harnwegsinfekte.

Erkrankungen des Ausscheidungssystems wie Nierensteine oder Harnwegsinfekte können dazu führen, dass sich der Urin verfärbt. Wenn Ketonkörper im Urin eines Diabetes-Patienten auftauchen, dann bekommt der Urin eine schwarze Farbe. All diese Fälle können zu einem falsch positiven Ergebnis führen.

7. IVF und andere Fruchtbarkeitsbehandlungen.

Während einer Fruchtbarkeitsbehandlung führen Ärzte der Frau ovulierende Hormone zu, die zu einer Superovulation führen. Diese Herangehensweise soll garantieren, dass mindestens eine Eizelle überlebt. Während einer künstlichen Befruchtung erhöhen die multiplen Hormon-Injektionen das hCG-Level. Es dauert ca. 12 Tage, bis das hCG aus dem Körper ausgeschieden wurde. Wenn man nach der künstlichen Befruchtung einen Schwangerschaftstest macht, dann kann das Ergebnis falsch positiv ausfallen.

8. Abgelaufene Schwangerschaftstests.

Abgelaufene Schwangerschaftstests haben die hCG-Antikörper abgebaut, die dazu in der Lage sind, den hCG-Hormonspiegel im Urin festzustellen. Dies kann also ebenfalls zu einem falsch positiven Ergebnis führen.

9. Eine kürzlich abgebrochene Schwangerschaft.

Kürzlich abgebrochene Schwangerschaften werden vom Körper nicht so schnell abgebaut wie Fehlgeburten. Manchmal verbleibt der tote Fötus einige Tage lang im Körper. Im Falle einer funktionstüchtigen Plazenta wird diese weiterhin Hormone produzieren und so zu einem falsch positiven Resultat bei einem Schwangerschaftstest führen.

10. Verfärbte und feucht gewordene Teststreifen

Verblassende und kaputte Teststreifen führen zu falschen Ergebnissen. Es bleibt nur noch die Option, einen anderen Schwangerschaftstest zu machen. Teststreifen können verfärbt werden, wenn dein Urin verfärbt ist oder wenn der Teststreifen mit der Umgebung reagiert hat. Blutungslinien sind Antikörper, die falsch positive Ergebnisse anzeigen, vor allem, wenn sie feucht geworden sind.

11. Blutungen durch Einnistung.

Wenn du zum Zeitpunkt der Einnistung einen Schwangerschaftstest machst, dann kann es sein, dass sich im Urin einige Blutklumpen befinden. Der Teststreifen wird danach einen pinken Streifen aufweisen und ein falsch positives Ergebnis anzeigen.

12. Den Schwangerschaftstest zur falschen Zeit durchführen.

Wenn der Test zu früh gemacht wird, dann wird es im Allgemeinen wahrscheinlich zu einem falsch negativen Ergebnis führen, aber er könnte auch zu einem falsch positiven Ergebnis führen. Deine Periode könnte kurz bevorstehen und das hCG-Level ist nicht angestiegen. In diesem Fall könnte der Test ein positives Ergebnis anzeigen, weil du die Pille danach genommen hast. In diesem Fall wirst du ein positives Ergebnis erhalten und deine Periode später bekommen.

13. Fehlgeburt.

Nach einer Fehlgeburt braucht der hCG-Spiegel ein wenig Zeit, um aus dem Blut abgebaut zu werden. Fehlgeburten führen immer zu einem falsch positiven Ergebnis. Aus diesem Grund finden einige Frauen nie heraus, ob sie eine Fehlgeburt hatten.

14. Den Schwangerschaftstest zu lange herumliegen lassen.

Wenn man den Schwangerschaftstest zu lange herumliegen lässt, dann kann er mit der Umwelt reagieren und ein falsch positives Ergebnis anzeigen.

15. Anti-Baby-Pillen oder Intrauterinpessare (wie Mirena).

Anti-Baby-Pillen geben Hormone ab und können als Ergebnis der Hormonproduktion versehentlich zu einem Anstieg des hCG-Spiegels führen. Auf der anderen Seite ist es ebenfalls möglich, dass Schwangerschaftssymptome auftauchen. Das Problem bei Mirena tritt auf, nachdem man das Intrauterinpessar entfernt hat. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass dies zu einem falsch positiven Ergebnis  bei einem Schwangerschaftstest führen kann.

Wie du ein falsch positives Schwangerschaftstest-Ergebnis verhinderst:

— Führe den Schwangerschaftstest korrekt aus.
— Führe den Schwangerschaftstest nur aus, wenn du Schwangerschaftssymptome festgestellt hast.
— Vermeide es, Lebensmittel zu dir zu nehmen, die künstliche oder natürliche Farbstoffe enthalten.
— Lese das Testergebnis nach Ablauf der Zeitdauer ab, die auf der Verpackung angegeben ist.
— Lass dir das Ergebnis von einem Arzt bestätigen.

Krankheiten oder medizinische Umstände, die zu einem falsch positiven Ergebnis führen können:

Unfruchtbarkeit.

Frauen, die sich Fruchtbarkeitsbehandlungen unterziehen, vor allem zur Stimulierung der Ovulation, nehmen manchmal Medikamente wie Pregnyl und Humegon ein. Diese Medikamente enthalten eine Form von hCG, die auch nach der Behandlung einige Tage im Körper verbleiben kann. Frauen, denen diese Behandlungen verschrieben wurden, sollten den Rat ihres Arztes befolgen, um den Test nicht zu früh durchzuführen und um so ein falsch positives Ergebnis zu vermeiden.

    Chorionkarzinom.

    Ein Chorionkarzinom ist eine Form von Krebs, der innerhalb der Gebärmutter auftritt. Die Krebszellen produzieren hCG, welche als Schwangerschaft interpretiert werden. Symptome eines Choronkarzinoms sind Blutungen, Schmerzen und Eierstock-Zysten. Die Behandlung besteht aus einer Chemotherapie, gefolgt von einer Beobachtungszeitspanne von 3 Jahren, um eine mögliche Rückkehr des Krebses zu entdecken.

    Erkrankungen des Hypophyse.

    Erkrankungen der Hirnanhangdrüse können zu einem falsch positiven Resultat eines Schwangerschaftstests führen. Tumore der Hypophyse können die Zellen in der Hypophyse dazu anregen, hCG zu produzieren. Die Menopause kann ebenfalls einen Einfluss auf die Hypophyse haben, was zu einer Produktion von hCG und dadurch zu falsch positiven Ergebnissen von Schwangerschaftstests führen kann. In seltenen Fällen kann die Hypophyse auch dann hCG produzieren, wenn keine Erkrankung besteht oder wenn kein Tumor vorhanden ist.

    Eierstock-Zysten.

    Gelbkörper-Zysten in den Eierstöcken können ebenfalls zu falsch positiven Ergebnissen bei Schwangerschaftstests führen. Der Gelbkörper bleibt in den Eierstöcken bestehen, nachdem er die Eizelle abgegeben hat. Mit der Zeit zerfällt er und der Zyklus wiederholt sich. Wenn sich der Gelbkörper mit Blut oder Flüssigkeit füllt, dann wird er zur Zyste und bleibt im Inneren der Eierstöcke bestehen. Der Gelbkörper produziert hCG, wodurch es zu einem falsch positiven Ergebnis eines Schwangerschaftstests kommt.

    Krebs.

    Einige Arten von Krebs wie Blasenkrebs oder Eierstockkrebs können zu einem falsch positiven Schwangerschaftsergebnis führen. Diese Krebsarten können geringe Mengen an hCG produzieren, die von sehr empfindlichen Schwangerschaftstests entdeckt werden können.

    Wie du sehen kannst, gibt es viele Gründe dafür, weswegen ein Schwangerschaftstest ein falsch positives Ergebnis haben kann. Deswegen sollte man diese Gründe in Betracht ziehen und du solltest einen Arzt aufsuchen, um festzustellen, ob du wirklich schwanger bist.

    Quelle: The Sun


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